Es gibt da diese Lücke zwischen dem, was wir eigentlich gerne tun wollen und dem, was wir tatsächlich tun. Es gibt eine weitere Lücke zwischen der Person, die wir zu sein glauben und der Person, die die Welt in uns wahrnimmt. Und schließlich ist da noch die Lücke zwischen den Teilen in uns, die wir akzeptieren und den Teilen in uns, die wir nicht akzeptieren.
Je kleiner die Lücken sind, desto authentischer sind wir. Natürlich müssen wir nicht authentisch sein. Es könnte jedoch hilfreich sein bei dem Versuch, unsere Zeit nach unseren eigenen Vorstellungen zu nutzen und nicht nach denen der anderen.
Warum tun wir oftmals nicht das, was wir eigentlich tun wollen, sondern erfinden stattdessen allerlei Ausreden, Erklärungen und Rechtfertigungen für unsere uns selbst auferlegten Fesseln? Warum versuchen wir uns mit einer Maske vor der Beurteilung der anderen zu schützen? Warum sind wir so versessen darauf, alles in das Schema gut oder schlecht zu pressen? Warum geben wir dem, was von außen an uns herangetragen wird, soviel mehr Bedeutung als dem, was wir selbst in unserem Inneren spüren? Warum machen wir nicht einfach Experimente und probieren das aus, wonach uns ist? Die Ergebnisse werden schon zeigen, ob es funktioniert hat oder nicht. Und dann könnten wir weiter probieren. Bis wir aus Erfahrung wissen, wie die Welt funktioniert und nicht mehr darauf angewiesen sind, bruchstückhafte Glaubenssätze darüber von der Schule oder den Medien zu übernehmen.
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